Wintersport und seine Auswirkungen

Wintersport begeistert Millionen Menschen auf diesem Planeten, viele davon opfern sogar ihren Jahresurlaub, um möglichst lange im Schnee und in den Bergen bei bestem Kaiserwetter zu sein. Das beliebteste Land für Wintersport ist dabei Österreich. Kein anderes Land ist für passionierte Wintersportler so attraktiv. Allein in Deutschland fahren rund 14 Prozent Ski. Diese 14 Prozent geben für den Wintersport im Jahr 10,8 Milliarden Euro aus – für Unterkunft, Skipässe, Ausrüstung, Verpflegung und alles was dazu gehört.

 

Viele Regionen leben nur von dem Wintertourismus. Für die Gewerbetreibenden in den entsprechenden Regionen gehört viel mehr dazu als Ski-, Snowboard oder Schlittenfahren, zum Beispiel das leckere Essen und Apre-Ski. 

Neben der Ausübung von Wintersport geht es für viele Menschen auch darum, zu sehen und gesehen zu werden – um die halbe Welt zu reisen und in den Alpenregionen Ski zu fahren ist eben auch ein Statussymbol. Die berüchtigten Orte sind auf der ganzen Welt bekannt: Kitzbühl zum Beispiel ist einer dieser Orte. Viele Stars verbringen dort einen Teil des Winters. Das Problem dabei ist: im Gegensatz zu vielen anderen Menschen wohnen sie im Winter nicht in Hotels oder Pensionen, sondern in eigenen Villen. Diese stehen im Sommer logischerweise leer was dazu führt, dass viele Ortschaften in den Alpenregionen im Sommer zu Geisterdörfern mutieren. Zum einen kein schöner Anblick, zum anderen fehlen örtlichen Gewerbetreibenden wichtige Einnahmen.

 

Durch den Klimawandel und den Wintersporttourismus aus der ganzen Welt stehen wir vor großen Herausforderungen: da immer mehr Menschen in den Genuss von Wintersport kommen möchten, müssen die Skigebiete vergrößert werden. Das bedeutet aber auch, dass unberührte Natur in befahrbare Pisten verwandelt werden. Gleichzeitig verursacht der Klimawandel das Phänomen, dass die Alpen in niedriger Höhe nicht mehr schneesicher sind. Skigebiete werden also in immer höhere Höhen verlagert und Natur in Pisten umgebaut wird. Dadurch wird auch die Anreise immer komplizierter und länger und trägt so noch stärker zum Klimawandel bei. Außerdem werden Ökosysteme der Alpen zerstört und aus dem Gleichgewicht gebracht – ein hoher Preis zum Ski-fahren.

 

Doch wie kommt diese Umweltbelastung zustande? Dass kein Schnee liegt, ist für den Menschen lange kein Problem mehr, Schneekanonen können jeden noch so matschigen Hang in eine vermeintliches Winterparadies verwandeln. Die Energie, die dabei verbraten wird, interessiert nicht, das ist schließlich mit eingepreist. Auch der Fakt, dass mittlerweile jeden Winter fast durchgehend künstlich beschneit werden muss, fällt unter den Tisch, da die Hänge bei Ankunft schließlich schon weiß sind. Ob in einer Hotelanlage in Antalya oder in Winterberg, für den Touristen ist alles perfekt.
Es geht mittlerweile nur noch um das Erlebnis, einmal im Jahr im Schnee zu sein, ob dieser nun echt sei oder nicht. Allem gemecker zum Trotz, muss man auch sagen, dass dies lange nicht jeden und auch nicht jedes Skigebiet betrifft, jedoch ist Fakt, dass durch die Bank zunehmend mehr beschneit wird. Auch die Kanonen werden stetig weiterentwickelt, mehr Leistung, mehr Schnee – oder gleich eine Berieselungsanlage im großen Stil über den Hang bauen. Über den ökologischen Impact im Sytem braucht man fast nicht mehr reden. Zumindest kann man mal als Takeaway mitnehmen, das kein Schnee mehr in Skigebieten fällt, vielleicht ist der dann Groschen gefallen.

 

Seit 1926 gibt es auch die Olympischen Winterspiele die ursprünglich auch als Wintersportwoche bekannt waren. Wie bei den Sommerspielen ändern sich auch hier die Disziplinen. Bestes Beispiel: Ski Freestyle kam 1992 dazu. Auch wenn sie nicht ganz so populär sind wie die Sommerspiele, finden die Olympischen Winterspiele Interesse auf der ganzen Welt. Die Olympischen Winterspiele in Sochi haben etwa 4,1 Milliarden Menschen vor dem heimischen Fernseher verfolgt. Besonders in Nationen, die von Wintersport geprägt sind, haben die Winterspiele teilweise sogar ein höheres Prestige als die Sommerspiele und sind für die Athletinnen und Athleten das größte Ziel ihrer Karriere.


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