Weihnachten

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Weihnachten ist vorbei und wir sind einen Tag im dritten ´Rona-Year.

Zeit auf die vergangenen vier Wochen zurückzublicken.

 

Auch wenn dieses Jahr die Weihnachtszeit wieder von Corona-Regeln und Pandemie-Action überlagert wurde, lief das Weihnachtsgeschäft wie sonst auch. 2G hat dem Einzelhandel geholfen - so die Theorie. Gleichzeitig die Gesellschaft gespalten und Gruppen vom besinnlichen Zusammenkommen ausgegrenzt, die nicht unter die 2G Regelung fallen - Story for another Day.

Viel interessanter, die ökologischen Folgen des außergewöhnlichen Weihnachtsfestes. Auch dieses Jahr ist wie sonst, reichlich Müll, absurd viele Pakete, einige geschlagene Tannen aus Dänemark (91% aller Weihnachtsbäume 2021) und ordentlich Energie für Beleuchtung und die Gänsebratenspitze. Der Anteil des Weihnachtsgeschäftes, der im Online/E-Commerce Bereich stattfindet, wurde für 2021 auf 20,7% prognostiziert - 3,9% mehr als im Vorjahr, in dem bereits ein ähnlich hoher Anstieg zu verzeichnen war. Black Fryday und Cyber Monday sei Dank.

Grundsätzlich ist die Ökologie um das Weihnachten jedes Jahr das gleiche, es wird viel durch die Republik gefahren, es wird viel eingekauft und ebenso viel weggeworfen. Grade um das Weihnachtsfest, wird unwahrscheinlich viel Essen unnötig verschwendet, weil es keiner gegessen hat. Grade hier steigt der Anteil vollkommen essbarer Lebensmittel im Hausmüll merkbar an - Papiermüll übrigens auch - knapp 10% mehr nach Weihnachten.

Grade hier kann gut angesetzt werden, einfach kein Geschenkpapier zu nehmen, oder solches, welches wiederverwendet werden kann. Oder gleich im Karton lassen, in dem es kam. Auch für Geschenke muss man sich nicht unbedingt an E-Commerce-Riesen wenden, handgemachte DIY-Geschenke kommen - meiner Erfahrung nach - wesentlich besser an und sind oft noch persönlicher, auch wenn es kleine Dinge sein mögen, kommen diese von Herzen. Darum geht es doch eigentlich bei Weihnachten.

Ich persönlich stoße mich schon lange daran, einen Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer zu stellen, ich sehe nicht ein, warum das sein muss. Doch das ist meine persönliche Einstellung und ich respektiere anders Denkende, es gehört sicherlich für den ein oder anderen dazu. Doch sehe ich nicht ein, warum es ein geschlagener Baum sein muss, es kann genauso gut eine kleine Tanne im Topf sein. (Doch hier ist Vorsicht geboten, gerne werden geschlagene Tannen einfach in einen Topf Erde gesteckt - alles schon gesehen ;)

Zu meinem Unverständnis kommt erschwerend hinzu, dass 2021 91% der Weihnachtsbäume in Deutschland Importware aus Dänemark sind. Also wirklich, es werden dort junge Bäume geschlagen, auf LKWs nach Deutschland gefahren, damit diese maximal vier Wochen im Wohnzimmer stehen und man Sie anschließend bestenfalls zu Feuerholz oder einem IKEA-Regal verarbeitet. Check ich nicht.

 

Ich finde, grade in den letzten zwei Jahren, hatte man mal so richtig die Möglichkeit für ein besinnliches Weihnachten und etwas zu ändern, unsere Familienessen sind kleiner ausgefallen und ich habe lediglich eine Sache bestellt, den Rest DIY-geklöppelt. Auch große Einkäufe sind überflüssig geworden, ich kann sagen, dass bei uns durchaus umgedacht wird. Bei dir auch?

 

 

Fun Fact: Dieses Jahr kamen ein Fünftel aller Geschenke über E-Commerce - gleichzeitig waren ein Fünftel aller in 2021 produzierten Zimmerpflanzen in Deutschland Weihnachtssterne.

 

 


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