Klimawandel in Deutschland

Bewusstsein Natur Zukunft

 Der Klima Wandel ist in aller Munde, doch was ändert sich in Deutschland konkret, können wir die Änderungen vielleicht bereits spüren?

 

Definitiv Ja. Man sehe sich die Hochwasserkatastrophe von 2021 an. Es ist sicher so, dass Hochwasser dieser Größenordnung alle paar Hundert Jahre auftreten, doch mit dieser Härte wurde alles Aufgezeichnete übertroffen. Extreme Wetterphänomene werden auch hier bald keine Seltenheit mehr sein. Durch die Änderung des Weltklimas verschieben sich Wetterzonen, Wüsten breiten sich aus und das gemäßigte Gleichgewicht des Klimas wird zunehmend in Extreme Umschlagen. Auch im Jahr 2021 haben wir schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen, auf das was kommt. Der Februar 2021 bot mancherorts Temperaturen von über 20 Grad Celsius, an anderen Orten 30cm Schnee, allgemein war der Monat dennoch viel zu warm.

 

Abseits der Kurzweiligen Wetterlagen, gibt es jedoch auch andere, viel langfristigere und subtilere Folgen. So verdursten beispielsweise die hiesigen Waldbestände, da der Grundwasserspiegel mancherorts sinkt und Regenfälle über Monate, teils die ganze Saison, ausbleiben. Dies führt dazu, dass den Pflanzen nicht genug Wasser zur Verfügung steht und diese anfällig werden für Krankheiten und Schädlinge, wie den Borkenkäfer. Die Epidemie des Borkenkäfers hängt auch mit dem Austrocknen der Wälder zusammen. Erst wenn die Bäume keine Kraft mehr haben, sich gegen die Schädlinge durch Absondern von Harz zu wehren, steigt der Befall von Borkenkäfern rapide an. Für die Harzproduktion braucht der Baum, ebenso wie für seine anderen Vitalfuunktionen, Wasser.

 

Gleichzeitig erodieren Ackerböden aus demselben Grund. Da die Äcker viel trockener sind als üblich, wird zahlreiches Erdreich durch den Wind davongetragen, macht sich quasi aus dem Staub. Hierdurch verlieren Böden die teilweise gute Erde der oberen Erdschichten und verlieren somit an Güte. Gleichzeitig verlieren ausgetrocknete Böden die Fähigkeit, schnell Wasser aufzunehmen, sodass bei starkem Regenfall die Wassermassen nicht aufgenommen werden können, obwohl theoretisch reichlich trockenes Erdreich vorhanden wäre. Hochwasserkatastrophen hängen stark mit der Aufnahmefähigkeit der Böden zusammen, ein gutes Beispiel ist das Aartal, hier fielen knapp 200l/m² pro Stunde, ein gesunder Boden kann gut 150l/m² pro Stunde aufnehmen. Im Aartal waren die umliegenden Böden durch den enorm heißen Sommer ausgetrocknet und konnten fast kein Wasser aufnehmen, das Wasser stand auf den trockenen Feldern.

Dies in Kombination mit extremen Wetterphänomenen ist natürlich eine feurige Mischung. So wird es in Zukunft noch spannend werden, was alles auf uns zu kommt, so oder so.


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