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Energie - alte Risiken, neue Chancen!

Atomkraft Energie windkraft

Energie - alte Risiken, neue Chancen!

Es ist stetiges Thema - die Energiewende. Die Rede - und mittlerweile beschlossene Sache - ist davon, dass Deutschland aus der Kohle und Atomkraft aussteigen wird. Allein der Atomausstieg ist verbunden mit enormen Kosten. Rund eine Milliarde Euro wurde den Energieversorgungsunternehmen RWE und Vattenfall bereits als Schadensersatz für nicht lieferbare Strommengen zugesprochen. Eine Milliarde Euro. Eine Milliarde Euro, die nicht direkt in den Ausbau von Stromtrassen, die Förderung und Bau von Windkraftanlagen, Solaranlagen oder in die Forschung von anderen erneuerbaren Energiequellen fliest. Wir alle hab bereits unseren Strom bezahlt und zahlen nun nochmal für den Abbau der Kraftwerke.

Zum Vergleich: der von EnBW gebaute Offshore-Windpark Baltic 1 hat knapp 200 Millionen Euro gekostet. Mit einer Spitzenleistung von 48,3 Megawatt hat dieser zwar nur einen Bruchteil der Leistung, die ein Reaktor liefern könnte, jedoch fällt hier kein radioaktiver Abfall an, der entsorgt, gelagert und bewacht werden müsste.

Doch auch Windparks sind nicht unumstritten. Durch die Bewegung der großen Rotorblätter entsteht eine Lärmbelastung im Infraschallbereich, welcher zwar vom Menschen in der Regel nicht gehört werden, dafür aber unbewusst Stress verursachen kann. Auch Tiere werden nicht nur durch die Lärmbelastung gefährdet, viele Vögel sterben schlichtweg nach einem Zusammenstoß mit einem Rotorblatt. Auch der Bau hinterlässt Spuren. Durch das schwere Gerät, was benötigt wird, um eine Windkraftanlage zu errichten, wird der Boden so stark zusammengepresst, dass dieser nachhaltig geschädigt ist. Durch das Zusammenpressen leiden die sich im Boden befindlichen Mikroorganismen und die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und abzuleiten, schwindet enorm. Es dauert Jahrzehnte, bis der Boden wieder seine ursprüngliche Form erreicht hat.

Grundsätzlich müssen weitere Energiequellen her, die auch bei Flaute Energie liefern können. Es kann vorkommen, dass an einem Tag X sowohl der Wind nicht weht, als auch die Strommenge aus Solarkraft durch eine dichte Wolkendecke soweit geschmälert wird, dass dort ebenfalls nicht ausreichend viel Energie geliefert werden kann. Es bedarf also einer zuverlässigen Lösung, die im heutigen Energiemix die Volatilität der bisherigen alternativen Energiequellen ausgleicht und absichert.

Die herkömmlichen Energieträger Kohle, Gas und das Atom haben die charakteristische Eigenschaft, immer und vor allem konstant Energie liefern zu können. Dadurch kann die sogenannte Grundlast (die Menge Strom, die ohnehin immer verbraucht wird) gedeckt werden und Sprünge im Strombedarf durch schnelle, agile Energiequelle, wie Solar und Wind, ausgeglichen werden.

Nun, da die "schmutzigen" Grundlastkraftwerke ihren Platz räumen, müssen neue her, da die Grundlast derzeit nicht ohne diese Form von Energielieferanten wirtschaftlich sinnvoll gedeckt werden kann.

Hierfür gibt es bereits viele verschiedene Ansätze. So kann man zum Beispiel Laufwasser- oder Speicherkraftwerke bauen, deren Fußabdruck in der Natur allerdings auch nicht ohne weitreichende Folgen bleibt. Ebenfalls interessant sind Gezeitenkraftwerke, welche vor der Küste die Bewegungsenergie des Wassers beim Wechsel zwischen Ebbe und Flut in elektrische Energie umwandeln. Auch diese haben durch den aufwendigen Bau und die strukturellen Veränderungen am Meeresgrund einen gut sichtbaren Fußabdruck, abgesehen von einer geringen Leistungsfähigkeit.

Kernfusion ist auch sehr vielversprechend, doch steckt diese Technologie noch auf lange Zeit in den Kinderschuhen.

Bereits erforscht sind Flüssigsalzreaktoren. Diese Technologie basiert - wie herkömmliche Druckwasser- oder Siedewasserreaktoren - auf der Kernspaltung. Dabei ist hier die Möglichkeit einer Kernschmelze von vornherein ausgeschlossen. Die Bauform bedingt, dass das radioaktive Material (idr. Uranchlorid oder Thorium) bereits gelöst (geschmolzen) im Brennstoff vorliegt und durch Rohre im Reaktorsystem verteilt wird. Der Kernbrennstoff wird vollständig im Kraftwerk verbraucht und dort lediglich angereichert. Es fällt kein Brennstoffabfall an, welcher später Jahrhunderte geendlagert werden müsste. Abgesehen davon, arbeiten diese Reaktoren bei Drücken, die knapp über dem normalen Atmosphärendruck liegen, nicht bei 50-100 Bar wie herkömmliche Reaktoren. Somit ist das Risiko einer Explosion im Reaktorraum weitaus geringer. Trotz der Tatsache Flüssigsalzreaktoren schon lange erforscht und auch bereits gebaut wurden, sind diese dennoch weiterhin im Forschungsstadium, große, leistungsfähige Anlagen sind noch nicht ans Netz gegangen und es fehlen teilweise Ablauf- bzw. Sicherheitskonzepte.

Trotzdem wäre mit Flüssigsalzreaktoren Atomkraft wieder sicher und es gäbe eine saubere, weniger Risikobehaftete und auch durchaus nachhaltigere Stromquelle, welche konstant viel Energie auf komprimiertem Platz liefern kann.

China setzt bereits auf Flüssigsalzreaktoren und hat diese als festen Bestandteill seines zukünftigen Energiemix eingeplant. Auch die Internationale Gemeinschaft forscht im Rahmen des Generation IV International Forum unter anderem an sicheren, leistungsstarken Flüssigsalzreaktoren.

Deutschland hat mit dem beschlossenen Atomausstieg sämtlichen Formen der Atomkraft entsprechend auch der eigenen Entwicklung den Rücken zugekehrt. Sicherlich führt dies dazu, dass andere, möglicherweise unerforschte Energiequellen zu Tage kommen, währenddessen läuft uns dahingegen die Zeit davon und wir werden uns dennoch weiter auf Öl und Gas verlassen müssen, um die Grundlast zu decken. Von moralischen Fragen und Umweltschutz ganz abgesehen. Alles in allem - es bleibt spannend.

Wie steht ihr zu dem Thema? Lasst es uns wissen!

 

LG, euer Frederick


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